Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Daun
02.06.2025, Daun. Wohnen in zentraler Nähe zur Stadt und zu erschwinglichen Mieten ist für Menschen mit körperlichen Problemen nicht immer einfach. Das neue Wohnkonzept des Caritasverband Westeifel e.V. bietet das alles bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit.
Mit dem symbolischen Spatenstich durch Winfried Wülferath, Direktor des Caritasverband Westeifel sowie dem Vorstandsvorsitzenden Friedbert Wißkirchen und anderen Gästen setzt der Caritasverband ein Zeichen für eine zukunftsfähige Pflege und bedarfsgerechtes Wohnen. In der Kreisstadt entsteht nun ein einzigartiges Wohnkonzept für die Region, das nicht nur pflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht, sondern auch den Ausbau an sozialem Wohnraum im Landkreis Vulkaneifel unterstützt. Das Projekt ist eine innovative Antwort auf die Herausforderungen des demografischen Wandels. Unser Ziel ist es dabei, älteren Menschen trotz Pflegebedarf ein hohes Maß an Selbstbestimmung, Lebensqualität und Teilhabe zu ermöglichen. "Betreut werden alle Bewohner von der Caritas Sozialstation Daun", erklärt Winfried Wülferath. Der Caritasverband Westeifel e. V. als Bau- und Projektträger erweitert mit dem Dauner Wohnprojekt sein Angebot an Pflegewohngemeinschaften. Bisher gibt es solche bereits in Arzfeld, Bitburg, Bleialf, Gerolstein und Speicher.
"Wir haben lange nach einem passenden Grundstück gesucht, denn es gab viele Hindernisse. Heute ist deshalb ein großer Tag für die Caritasfamilie und die Region", sagte Friedbert Wißkirchen. Nun entstehen in der Dauner Friedhofstraße 2a zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften sowie zehn integrierte barrierefreie Sozialwohnungen mit vergleichsweise niedrigen Mieten bei einem gleichzeitig hohen Wohn- und Gebäudestandard. Ende 2026 bis Anfang 2027 soll das Bauvorhaben fertig sein. Ermöglicht wird das Projekt, das ein Gesamtvolumen von 6,5 Millionen Euro hat, durch eine Förderung in Höhe von 2,25 Millionen Euro, davon 670.000 Euro als Zuschuss der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz sowie 300.000 Euro des Deutschen Hilfswerks. Der Caritasverband Westeifel e.V. selbst steuert 2,5 Millionen Euro aus Eigenmitteln bei, weitere 1,8 Millionen Euro werden über ein Bankdarlehen finanziert. Vermietet werden die Zimmer der ambulant betreuten Wohngemeinschaften und die Wohnungen durch den Caritasverband Westeifel e.V., der Mietpreis liegt, so Winfried Wülferath, unter 7 Euro pro Quadratmeter. Ein weiterer Vorteil der Lage: In unmittelbarer Nähe befinden sich Ärzte, Apotheken, Cafés und die Dauner Innenstadt, die zum Bummeln einlädt.
Mit dem neuen Wohnangebot verfolgt der Caritasverband Westeifel e.V. konsequent sein Ziel, innovative und wohnortnahe Lösungen für die Versorgung älterer Menschen zu schaffen. "Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch die Kombination von gemeinschaftlichem Wohnen, individueller Betreuung und aktiver Einbindung des sozialen Umfelds eine bedarfsgerechte Pflege organisiert werden kann. Es ist eine zukunftsweisende Lösung, die optimal auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingeht und gleichzeitig die vorhandenen Ressourcen effizient nutzt", so Caritasdirektor Wülferath.
Jede Mietwohnung verfügt über einen privaten Schlaf- und Wohnbereich sowie über ein Rollstuhlgerechtes Bad. Auch die Räume der Pflegewohngemeinschaft können mit den eigenen Lieblingsmöbeln ausgestattet werden. Zudem verfügt hier jedes Zimmer über eine eigene Terrasse oder einen Balkon.
Die Besonderheit des Zusammenlebens in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft ist ein Höchstmaß an Selbstbestimmtheit und Entscheidungsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit. Die dort lebenden Menschen entscheiden gemeinschaftlich über Pflege- und Betreuungsdienstleister. Aber auch Angehörige und Ehrenamtliche werden aktiv eingebunden, um das soziale Miteinander zu stärken und Teilhabe zu ermöglichen.