Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Daun
Erst im Juni 2025 hatte der Caritasverband Westeifel e. V. zum Spatenstich für ein innovatives Wohnprojekt eingeladen. Nun konnte in der Friedhofstraße 2a mit dem feierlichen Richtfest ein weiterer wichtiger Bauabschnitt gemeinsam gefeiert werden.
v.l.n.r. Friedbert Wißkirchen, Friedhelm Marder, Uwe Szymanski, Winfried Wülferath, Petra Schweisthal, Andrea Ennen, Silke Mathey, Jens Jenssen, Thomas ScheppeMonika Schleder CV Westeifel
Auf dem Gelände entstehen zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Pflegebedarf sowie zehn integrierte, barrierefreie Sozialwohnungen. Während die Wohngemeinschaften Menschen mit Unterstützungsbedarf ein hohes Maß an Selbstbestimmung, Lebensqualität und Teilhabe ermöglichen, richten sich die Sozialwohnungen an Menschen, die bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum suchen. Beide Wohnformen stehen für hohe Qualität, einen guten Wohnstandard und vergleichsweise niedrige Mieten. Die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner in den Wohngemeinschaften übernimmt die Caritas Sozialstation Daun, wie Caritasdirektor Winfried Wülferath erläuterte. Als Bau- und Projektträger erweitert der Caritasverband Westeifel mit dem Neubau in Daun sein Angebot an Ambulant betreute Wohngemeinschaften und ergänzt damit die bestehenden Standorte in Arzfeld, Bitburg, Bleialf, Gerolstein und Speicher.
Viele Gäste trotz Regen und Kälte
Rund 50 Gäste aus Politik, Caritas, Nachbarschaft und von der Baustelle waren der Einladung zum Richtfest gefolgt - trotz regnerischen und kühlen Wetters. Winfried Wülferath begrüßte die Anwesenden und dankte für das große Interesse und die breite Unterstützung des Projekts.
Unter den Gästen waren unter anderem:
- Jens Jenssen, Mitglied des Landtags (SPD)
- Friedhelm Marder, Stadtbürgermeister der Stadt Daun
- Thomas Scheppe, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun
- die Baumannschaft der Firma Weiler Bau
- Mitglieder des Stadtrats sowie Vertreter der beteiligten Gewerke
- Uwe Szymanski, Vorsitzender des Caritasrats
- Petra Schweisthal, stellvertretende Vorsitzende des Caritasrat
Auch die Vertreter der beteiligten Gewerke, darunter Axel Urmes und Sebastian Weber, nahmen am Richtfest teil. Architekt Jürgen Assion begleitete das Projekt von Beginn an und zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Baufortschritt. Seitens der Caritas waren unter anderem Maria Kreuser, Leiterin der Sozialstation Daun, Christoph Biegel, Leiter der ambulant betreuten Wohngemeinschaften, sowie seine Stellvertreterin Christina Räffle vor Ort.
Wertschätzung für Handwerk und Zusammenarbeit
In seiner Ansprache dankte Winfried Wülferath der Firma Weiler Bau und der gesamten Baumannschaft ausdrücklich für die engagierte und sorgfältige Arbeit. Besonders hob er hervor:
"Man merkt diesem Bau an, dass hier mit Leidenschaft gearbeitet wird. Die Freude der Baumannschaft, wieder echtes Maurerhandwerk auszuüben und nicht nur Betonplatten zu verschieben, ist deutlich spürbar."
Für diese Worte erhielten Bauleitung und Baumannschaft großen Applaus.
Auch Stadtbürgermeister Friedhelm Marder dankte allen Beteiligten und überbrachte die Grüße des Stadtrats. Er bezeichnete das Projekt als wichtigen weiteren Meilenstein für die soziale Infrastruktur der Stadt Daun, insbesondere im Zusammenhang mit der bereits eröffneten Kurzzeitpflege.
Mehrfach wurde das sehr gute Miteinander zwischen Bauherr, Planung, Bauausführung, Stadt und Nachbarschaft hervorgehoben - von der ersten Idee bis zum aktuellen Baufortschritt. Der gemeinsame Tenor: Herausforderungen wurden gemeinsam angegangen und Lösungen im offenen Austausch gefunden.
Große Nachfrage bestätigt den Bedarf
Schon jetzt zeigt sich, wie groß der Bedarf ist: Eine der beiden Wohngemeinschaften ist nahezu vollständig belegt, auch bei den zehn barrierefreien Wohnungen besteht eine deutliche Übernachfrage. Das macht deutlich, wie wichtig dieses Wohnangebot für den Landkreis Vulkaneifel ist.
Christoph Biegel, Leiter der ambulant betreuten Wohngemeinschaften, betont dabei:
"Die Nachfrage zeigt sehr klar, dass dieses Wohnkonzept genau das trifft, was viele Menschen in der Region suchen."
Die Fertigstellung des Neubaus ist für das Frühjahr 2027 geplant. Nach dem traditionellen Richtspruch wurde der bisherige Baufortschritt bei einem warmen Snack und Getränken in geselliger Runde gefeiert.