 Fachstelle Demenz der Caritas Westeifel
Ansprechpartner:
Margit Junk
Brodenheckstr. 1
54634 Bitburg
Tel.: 06561-9671-0
Fax: 06561-9671-30
Email: m.junk@bitburg.caritas-westeifel.de und
Marianne Johanns
Email:m.johanns@bitburg.caritas-westeifel.de
www.caritas-westeifel.de
Allgemeines
Am 1.4.2006 startete das Modellprojekt: Erhaltung der Häuslichkeit von demenziell erkrankten Pflegebedürftigen
Ziel des Modellprojektes ist eine Verbesserung der häuslichen Versorgung demenzkranker Menschen im Eifelkreis Bitburg-Prüm.
Es geht vor allem um die Unterstützung der pflegenden Angehörigen durch Beratung und Schaffung von wohnortnahen, bedarfsorientierten
Hilfsangeboten.
Zur Durchführung des Modellprojektes wurde die Fachstelle Demenz der Caritas Westeifel eingerichtet.
Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre befristet und läuft vom 1.4.2006 bis zum 31.3.2009.
Es wird finanziert von den Pflegekassen,
dem Land Rheinland-Pfalz und dem Landkreis Bitburg-Prüm.
Die wissenschaftliche Begleitung wird durchgeführt von
Prof. Birgit Stappen, Katholische Fachhochschule Mainz,
Fachbereich Pflege und Gesundheit.
Beratung
Die Erkrankung eines Angehörigen an einer Demenz trifft die
Familie meist unvorbereitet.
Häufig kommt es zu Unsicherheiten und Problemen im alltäglichen
Miteinander.
Folgende Fragen können aufkommen:
- Wie erkenne ich, ob ich oder mein Angehöriger an einer Demenz leidet?
- Wie stellt der Arzt die Erkrankung fest?
- Welche Möglichkeiten der Therapie gibt es?
- Wie kann ich einer Demenzerkrankung vorbeugen?
- Wie soll ich mich meinem demenzerkrankten Angehörigen gegenüber verhalten?
- Was ist bei der Wohnraumgestaltung, Ernährung und Tagesablauf zu beachten?
- Wie verhalte ich mich bei schwierigen Verhaltensweisen, wie Aggressionen, starken Bewegungsdrang?
- Welche Formen der Hilfe und Unterstützung gibt es? Zahlt die Pflegeversicherung oder sonstige Stellen diese Unterstützung?
- Wie kann ich eine Überforderung verhindern?
und so weiter.
Die Fachstelle Demenz bietet Ihnen zu den oben genannten Fragen und weiteren Themen rund um die Demenz Beratung und Information
an. Die Beratung ist kostenlos. Sie kann telefonisch, bei Ihnen zu Hause oder in eine der Dienststellen des Caritasverbandes
Westeifel e.V. stattfinden.
Schulungen und Informationsveranstaltungen
Wir bieten Informationsveranstaltungen für verschiedene Gruppen und Organisationen an, die sich näher über das Thema Demenz
informieren möchten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Fachstelle Demenz der Caritas Westeifel.
Schulungen für Angehörige und Interessierte
Ein erster wichtiger Schritt in der Betreuung Demenzkranker ist es Wissen über die Erkrankung und den adäquaten Umgang mit
den Betroffenen zu erlangen. Hierzu bieten wir Schulungen für Angehörige und Interessierte an.
In den Schulungen erfahren Sie mehr über:
- medizinische Aspekte der Demenzerkrankung
- Methoden des Umgangs mit demenzkranken Menschen
- Adäquate Verhaltensweisen in schwierigen Situationen
- Unterstützungs und Entlastungsmöglichkeiten
Schulungen für ehrenamtliche Helfer
Ehrenamtliches Engagement ist eine wichtige Stütze in der häuslichen Versorgung von Demenzerkrankten. Der Caritasverband Westeifel
e.V. bietet verschiedene Einsatzgebiete von ehrenamtlichen Helferinnen im Bereich Demenz.
Vor der Arbeit mit den Betroffenen werden die ehrenamtlichen Helfer durch die Fachstelle Demenz der Caritas Westeifel geschult.
Nähere Informationen geben wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.
Helferkreis Demenz
Fortbildungen für Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste
Für professionelle Pflegekräfte und Mitarbeiter im hauswirtschaftlichen Bereich bietet die Fachstelle Demenz der Caritas Westeifel
Fortbildungen an:
Themen können sein:
- Medizinische Aspekte der Demenz
- Umgang mit Demenzerkrankten
- Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen
- Kommunikation mit Demenzkranken
- Situation der Angehörigen und regionale Hilfsangebote
- Gesetzliche Betreuung, Vorsorgevollmachten und Verfügungen
Gesprächskreise pflegender Angehörigen
Die Betreuung eines demenzkranken Angehörigen bringt
sehr große zeitliche, körperliche und seelische Belastungen mit sich.
Oft fühlt man sich mit dieser Aufgabe alleingelassen.
Niemand kann dies so gut verstehen wie Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, die selbst täglich erleben, wie schwierig
es sein kann, jemanden zu pflegen, der einem nahe steht.
Gesprächskreise für pflegende Angehörige haben das Ziel, den Austausch von persönlichen Erfahrungen herbeizuführen und praktische
Anregungen zu vermitteln.
Sie sind auch ein Ort, wo man über Hoffnungslosigkeit, Trauer oder Schuld, aber auch Ärger und Enttäuschung in einer Atmosphäre
der Anteilnahme und des Verständnisses frei sprechen kann.
Trägerübergreifende Zusammenarbeit
Im Eifelkreis Bitburg- Prüm sind schätzungsweise zwischen 1780 und 2360 Menschen an Demenz erkrankt. Die Zahl wird in Zukunft
weiter steigen. Um eine nachhaltige Verbesserung der ambulanten Versorgung von demenzerkrankten Menschen zu erreichen ist
eine träger- und professionsübergreifende Zusammenarbeit notwendig.
Um dies zu erreichen und das Projekt fachlich zu begleiten trifft sich zweimal im Jahr eine Projektgruppe, die aus Vertretern
der Pflegekassen, der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, der Ärzte,
der Caritassozialstationen, des DRK, des Trägerverbundes privater Pflegedienste, der Beratungs- und Koordinierungsstellen,
der Fachhochschule Mainz und der Fachstelle Demenz besteht.
|